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Großprojekt Freibadsanierung abgeschlossen und eingeweiht

Nach über eineinhalb-jähriger Bauphase konnte das Hohenthanner Freibad Mitte Juni nach Komplettsanierung wieder eröffnet werden. Am vergangenen Samstag fand die offizielle Einweihung mit kirchlicher Segnung statt. Das ursprünglich geplante Familien-Badefest wurde aufgrund des kürzlich tragischen Unglücksfalles außerhalb der Öffnungszeiten abgesagt. Die Vertreter der Gemeinde, der an der Sanierung beteiligten Firmen und Planungsbüros und der Lokalen Aktionsgruppe  Landshut e.V. trafen sich jedoch zur offiziellen Übergabe. Den kirchlichen Segen spendete Pfarrer Georg Gierl mit Gemeindereferent Michael Hirsch, der das Freibad als Geschenk betitelte.  

 

Erste Bürgermeisterin Andrea Weiß blickte bei Ihrer Ansprache zurück auf die Geschichte des Hohenthanner Freibades, welches am 15.06.1973 eingeweiht wurde. Mit Unterstützung eines eigens gegründeten Badbauvereins und der Gemeinde wurde das Freibad damals errichtet. Viele freiwillige Helfer haben ihre Arbeitskraft eingebracht und mit dazu beigetragen, dass die Kinder in einem eigenen Schwimmbad schwimmen lernen können und für die gesamte Gemeinde und darüber hinaus ein tolles Freizeitangebot zur Verfügung steht. Obwohl immer wieder Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden, war es nach über 50 Jahren erforderlich, das Bad komplett zu sanieren und auf die neueste Technik umzurüsten. Bereits 2022 wurde im Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) festgelegt, dass das Freibad auf alle Fälle erhalten werden soll. Nach einer ersten Kostenschätzung und der Bewilligung von Fördergeldern im Rahmen des Sonderförderprogramms zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder in Bayern wurden im Oktober 2023 die Planungsleistungen ausgeschrieben und im Jahr 2024 konnten durch den Gemeinderat bereits die ersten Bauarbeiten vergeben werden. Offizieller Baubeginn war am 23. Oktober 2024 durch die örtliche Baufirma Zenger. Nach und nach erfolgten weitere Vergaben wie die Baumeisterarbeiten, die Badewassertechnik, die Edelstahlauskleidung, die Auswahl der Rutschen und die Arbeiten an den Umkleiden. 

 

Josef Krautloher vom Planungsbüro Architekten GmbH aus Vilshofen berichtete über die Maßnahme. Konkret wurde das bisherige Schwimmbecken durch ein Edelstahlmehrzweckbecken ersetzt. Das Becken wurde höher gelegt, um ein Einströmen des Wassers durch den Boden zu ermöglichen. Insgesamt befinden sich im Becken 740 cbm Wasser. Zusätzlich wurden drei Massagedüsen, ein Schwanenhals und eine neue Rutsche installiert. Der Zugang wurde behindertengerecht angelegt. Das neue Kinderbecken wurde an die Badewassertechnik angeschlossen. Über einen Schiffchenkanal mit Schwengelpumpe, eine Wasserspritzsäule, Wasserfontänen und eine versetzte Ebene als Rutsche können sich die Kinder freuen. Die Badewassertechnik wurde auf den neusten Stand gebracht, um eine bessere Wasserqualität zu gewährleisten. Auch die neuen Liegeflächen an den Becken werden von den Gästen bereits gerne angenommen. Das Bad wird über Fernwärme vom örtlichen Anbieter beheizt, somit wird eine gleichbleibende Wassertemperatur gewährleistet. In Bayern gibt es 133 öffentliche Schwimmbäder, so Architekt Krautloher. Statistisch gesehen kommen somit auf ein Freibad 10.000 Menschen. 

 

Eine solche Baumaßnahme wäre ohne Fördergelder nicht möglich gewesen. Bürgermeisterin Weiß wies darauf hin, dass die förderfähigen Kosten von 2.330.104 EUR mit insgesamt 1.561.100 EUR durch das Sonderförderprogramm zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder in Bayern gefördert wurden. Auch Dank des europäischen Förderprogrammes LEADER konnte dieses Vorhaben umgesetzt werden. Insgesamt gab es 127.167 Euro aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. 

Frau Karoline Bartha, Geschäftsführerin der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Landshut e.V. sprach ein kurzes Grußwort und betonte noch einmal, dass ein solches Bauobjekt nur durch ein starkes Miteinander erfolgreich werden kann. Neben der finanziellen Förderung brauchte es auch den Gemeinderat, die Verwaltung, alle beteiligten Handwerksbetriebe, das Bäderteam und auch Ehrenamtliche, die zusammen an einem Strang gezogen haben, um mit ihrem Einsatz so ein Schmuckstück möglich zu machen. Sie gratulierte auch im Namen von Landrat und LAG-Vorsitzendem Alfred Holzner zu dem gelungen Werk und wünschte viele schöne Begegnungen im neuen Freibad. 

 

Auch die Bürgermeisterin dankte allen Beteiligten für die reibungslose, saubere und unfallfreie Durchführung der Arbeiten. Insbesondere Herr Herbert Gimpl vom Planungsbüro Krautloher habe immer Ruhe bewahrt und kurzfristige Änderungen strukturiert abgearbeitet. Auch Bauleiter Mathias Ableitner von der Firma Zenger hat einen hervorragenden Job gemacht und arbeitete stets Hand in Hand mit den baubeteiligten Firmen. Ein Dankeschön gab es auch an das gemeindliche Personal, insbesondere Bademeister Johann Högl und seinen Nachfolger Johann Pöschl sowie Klaus Leinthaler vom gemeindlichen Bauamt und den Reinigungskräften die dazu beigetragen haben, dass vor dem Saisonstart alles blitz blank gereinigt wurde. 

 

Beim Bauprojekt „Aufwertung des Freibades Hohenthann“ handelt es sich um ein im Rahmen des GAP-Strategieplans Deutschland 2023 – 2027 gefördertes Projekt im Freistaat Bayern durch LEADER und Förderung durch das Bayerische Staatministerium für Wohnen, Bau und Verkehr im Rahmen des Sonderförderprogrammes zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder in Bayern. 

 

 Einweihung Freibad Die Ehrengäste bei der Freibad-Einweihung zusammen mit Bürgermeisterin Andrea Weiß ( 1. Reihe 2.v.l.) 

 

 

 20250204-Bautafel  Förderung 

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Hohenthann
Di, 28. Juli 2026

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