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    WWA informierte über flächige Grundwassersituation


    Hohenthann. Über die flächige Grundwassersituation im gesamten nördlichen Landkreis Landshut sowie den angrenzenden Bereichen der Landkreise Kelheim und Straubing wurden die Mitglieder der Projektgruppe „Landwirtschaft und Grundwasserschutz“ bei ihrem letzten Treffen aus erster Hand durch Abteilungsleiterin Antje Uhl vom Wasserwirtschaftsamt Landshut informiert. Beim zweiten Tagesordnungspunkt informierte Frank Trauzettel vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) über Maßnahmenvorschläge zur Verringerung der Nitratbelastungen. Der geplante Kurzvortrag des Wasserzweckverbandes zur Rolle des WZV zur Sicherung der Trinkwasserqualität musste auf Grund von Terminüberschneidungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

    An Hand einer großen Karte erklärte Frau Uhl vom WWA Landshut den Anwesenden, dass das Problem der steigenden Nitratwerte kein alleiniges Problem im Bereich der Gemeinde Hohenthann sei, wie es derzeit oder in der jüngsten Vergangenheit immer dargestellt werde, sondern dass dies bei anderen Brunnenstandorten ähnlich der Fall sei. Sie erklärte anschließend den Anwesenden das komplexe System der Grundwasserneubildung.

    Überaus positiv zu bewerten sei aus ihrer Sicht der in der Gemeinde Hohenthann eingeschlagene Weg, im gemeinsamen Miteinander nach Lösungs- und Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. „Sie können dieses Thema nur gemeinsam angehen“, so die Expertin des WWA. Wenn diese Herangehensweise noch mehr Nachahmer findet, könnte man einen großflächigen Grundwasserschutz aufbauen, der sich nach Meinung von Frau Uhl in einigen Jahrzehnten im Grundwasser positiv bemerkbar machen wird.

    Franz Trauzettel stellte anschließend einen Maßnahmenkatalog zur Verringerung der Nitratbelastungen vor. Angefangen vom ökologischen Landbau, über die Stilllegung von Flächen, Zwischenfruchtanbau, Verzicht bzw. Reduzierung der Düngung bis hin zur Schaffung von ausreichend großem Güllelagerraum wurden zwanzig verschiedene Maßnahmen vorgestellt.

    In der anschließenden Diskussion ging es neben speziellen Zwischenfruchtmischungen vor allem um die Vergrößerung der Güllelagerkapazitäten, damit die Ausbringung der Gülle zu den Zeiten erfolgen kann, zu denen die Sickerwasserauswaschung am niedrigsten ist. „Wir müssen hier sowohl bauliche als auch bewirtschaftungstechnische Möglichkeiten ins Auge fassen, damit wir die bisher vorgeschriebene sechsmonatige Lagerkapazität auf freiwilliger Basis auf bis zu neun Monaten ausweiten,“ zeigten sich die Landwirte übereinstimmend.


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