• Steinzeit

    Das kleine Laabertal und auch das Tal bei Weihenstephan waren in der Steinzeit von bäuerlichen Einwohnern besiedelt. Bei Obergambach und östlich von Bibelsbach finden sich Siedlungen der sog. Oberlauterbacher Kulturgruppe aus der mittleren Jungsteinzeit um 4500 v. Chr. Aus dem kleinen Laabertal ist eine Siedlung der Münchshöfener Kulturgruppe vom Ende der mittleren Jungsteinzeit um 4000 v. Chr. bekannt. Nördlich von Weihenstephan fand man eine Siedlung der Altheimer Kultur aus der späten Jungsteinzeit um 3500 v. Chr.

  • Bronzezeit

    Siedlungsspuren aus der Zeit um 1600 v. Chr. hat man nördlich von Weihenstephan ausgegraben.

  • Eisenzeit

    Zu Beginn der Eisenzeit entstehen bei Altenkofen, nördllich von Pfarrkofen, in den Wäldern um Wachelkofen und im Büchlholz an der Strasse nach Türkenfeld Hügelgräberfriedhöfe. Diese Hügelgräber wurden in der Zeit zwischen 650 und 450 v. Chr ., der sog. Hallstattzeit, angelegt.

    Im kleinen Laabertal sind Siedlungsspuren aus spätkeltischer Zeit (200 - 50 v.Chr.) bekannt geworden. Bei der Einöde Biberg sind noch heute die Überreste einer spätkeltischen Viereckkschanze ( 150 v. Chr.) deutich erkennbar Römerzeit Aus der Römerzeit (15 v. Chr. - 486 n. Chr.) ist lediglich ein Fund römischer Keramik in Kirchberg ohne nähere Angaben gemeldet worden.

  • Frühes Mittelalter

    Zwischen 500 und 600 n. Chr. entsteht Weihenstephan, Schmatzhausen wird 739 erstmals genannt. Dort wurde auch ein germanischer Reihengräberfriedhof (Merowingerzeit) ausgegraben.

    Später dann werden auch Unkofen, Wachelkofen, Eichstätt, Altenburg Türkenfeld, Eberstall, Andermannsdorf und Kirchberg urkundlich erwähnt.

  • 1125

    Erstmals erwähnt wird Hohenthann im Jahre 1125 in der Monumenta Augensia, wo ein Hohenthanner für das Kloster Aw (Kloster und Propstei des Erzstiftes Salzburg jetzt Kloster Au bei Wasserburg) als Zeuge unterschrieb. Ihm folgten verschiedene Edelherrn mit dem Zusatz Hohenthanner oder Thanner.

  • 1407

    Im Jahre 1407 verließen dann die Hohenthanner ihren Stammsitz und zogen nach Hohenthann bei Mühldorf. Die Besitzungen gingen an das Spital Mühldorf.

  • 1551

    Im Jahre 1551 kaufte ein Hanns von Hohenthann den Besitz vom Spital Mühldorf zurück und wird wieder in unserem Hohenthann ansässig.

  • 1586 - 1602

    1586 erbte Hanns Fürpaß, fürstlicher Rat zu Landshut (gest. 1599), die Hofmark, die von seiner Witwe im Jahre 1602 an ihren Schwiegersohn Hanns Adam Tabertshofer weitervererbt wird, der bereits schon Besitzungen in Bonbruck hatte.

  • 1650

    Auf die Tabertshofer folgte 1650 Peter von Deuring, churf. Hofkammerrat, Kanzler zu Landshut und Pfleger zu Moosburg.der bereits Besitzungen in Bonbruck und Mittelweyernberg hatte.

  • 1687

    Ihm folgte 1687 Johann Ignaz von Deuring, Stiftschorherr zu Landshut.

  • 1731

    Dann war ab 1731 Karl Johann Anton von Deuring, Rentmeister in Landshut Inhaber der Hofmark. Der letzte der Deurings war Judas Thadäus von Deuring auf Hohenthann und Statzing, der 1814 ohne Erben verstarb.

  • 1818

    Die Hofmark wurde am 27. Juli 1818 von Martin von Melzl (auch Mältzl), Staatssekretär im königl. Finanzministerium gekauft.

  • 1871

    Im Jahre 1871 verkaufte Dr. Zaubzer, dessen Mutter eine geborene von Melzl war, die Hofmark, behielt aber Schloß und Ökonomiebetrieb. Er kaufte 1874 die Seidersche Bierbrauerei dazu.

  • 1929

    Am 23.12. 1929 erwarb die Familie Rauchenecker den Gutshof mit Brauerei, die ihn heute noch im Besitz hat.

  • 2010

    Heute ist Hohenthann eine Gemeinde, die sich aus Arbeitnehmern (vorwiegend Pendler), Landwirten (Schweinemastbetrieben, Hopfenanbau) und Gewerbetreibende zusammensetzt. Durch die rege Bautätigkeit steigt die Einwohnerzahl ständig an (1999: 3.571 Einwohner - 2010: 3.838 Einwohner).

  • Das Schloss Hohenthann

    ist eine gefällige Spätrokokoanlage aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, nachdem die alte Schlossanlage im Verlauf der spanischen Erbfolgekriege zusammen mit mehreren Häusern im Jahre 1704 abbrannte.

    Eine Kirche in Hohenthann

    wird im Jahre 1229 in einer Urkunde des Domkapitels Regensburg erwähnt. Diese Kirche wurde im Jahre 1965 durch einen Neubau ersetzt.